Neckarremser im Weltkrieg
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Art-Nr. CHR-00239
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Neckarremser im Weltkrieg
Autor:Gerhard Bickel
PLZ / Land: / Deutschland
Umfang:348 Seiten
Format:203 x 203 mm Hardcover
Artikel-Nr.:CHR-00239
ISBN:978-3-86424-480-3










I. Weltkrieg
Vor 100 Jahren verteidigten 60 Millionen Soldaten ihr Vaterland, wobei jeder sechste ums Leben kam. Millionen kehrten verwundet aus dem Krieg zurück.
König Wilhelm II. von Württemberg und Königin Charlotte verabschiedeten am 6. August 1914 die Regimenter im Hof der Rotebühlkaserne. Noch am Tag der Mobilmachung am 1. August 1914 wurden die württembergischen Truppen (XIII. Armeekorps), in die preußische Armee eingegliedert ohne einen eigenen Kommandeur zu erhalten. Dies geschah erst 2 Jahre später. Das XIII. Armeekorps hatte im Verhältnis die höchste Zahl aller Gefallenen auf deutscher Seite. Insgesamt 794 000 Würt-temberger (Gesamtbevölkerung 2437 574) waren in den Krieg gezogen. 73 000 von ihnen sind gefallen, davon allein 13 000 im ersten Kriegshalbjahr.
Wie kam es zu dieser Katastrophe, obwohl die bedeutendsten europäischen Adelshäuser miteinander verwandt waren. Wilhelm II., der britische König George V. und Zar Nikolai II. waren Cousins. Wil-helm II. verbrachte in jungen Jahren seine Ferien in England bei seiner Großmutter, Königin Victoria. Bei seiner Verwandtschaft war Wilhelm nicht sonderlich beliebt. Vor allem sein Cousin George, der spätere König von England, mochte ihn überhaupt nicht leiden. Das letzte Familientreffen fand 1913 in Berlin statt, anlässlich der Hochzeit der Tochter des Kaisers.
Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich, im Deutschen Reich und auch in Frankreich boomte. Vor allem die Briten und die Deutschen rüsteten auf und kurbelten dadurch ihre Wirtschaft an. Ließ in England Cousin George ein neues Kriegsschiff bauen, musste Cousin Wilhelm in Deutschland ein noch größeres bauen lassen. Waren aller Art gelangten aus den britischen Kolonien in fast alle Länder Europas. Die Globalisierung hatte damals schon stattgefunden, nur hatte es keiner bemerkt. Wer über die finanziellen Mittel verfügte, konnte ganz Europa bereisen. Man hätte doch eigentlich zufrie-den sein können. Aber nicht nur deutsche Politiker sahen sich von Feinden umringt, auch die ande-ren. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Der Krieg endete in einer Riesenkatastrophe.
Gleich zu Kriegsbeginn empörte sich unser Kaiser darüber, dass der Feind uns mitten im Frieden überfallen habe, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt deutsche Truppen bereits in Lüttich (Belgien) be-fanden. Deutschland steht natürlich als Hauptschuldiger am Kriegsausbruch da. Erst lange nach Kriegsausbruch wurde die Alleinschuld Deutschlands durch internationale Historiker wie z. B. Chris-topher Clark in seinem Buch (Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog) widerlegt, allerdings nicht unwidersprochen. Die Schuld an der Niederlage schob man ursprünglich den 2
Sozialdemokraten, den Kommunisten und natürlich den Juden in die Schuhe. Es soll Leute geben, die auch heute noch an die „Dolchstoßlegende“ glauben.
Nach dem Friedensvertrag von Versailles hatte Deutschland alle Kolonien verloren und ein Siebtel des ursprünglichen Staatsgebiets. Das Heer wurde auf 100 000 Mann reduziert (Hunderttausend-Mann-Heer).
Die Reparationszahlungen waren enorm. 92 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs bezahlte Deutschland, zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990, die letzte Rate in Höhe von 200 Millionen Euro.
Über die Ereignisse, die vor 100 Jahren die Welt veränderten, wurde in letzter Zeit viel geschrieben und veröffentlicht. In diesem Buch geht es vor allem um die Württemberger und natürlich ganz besonders um die Neckarremser, die ausgezogen sind, ihr Vaterland zu verteidigen. Ausmarschiert waren 164 Soldaten, von denen 48 gefallen sind oder vermisst wurden. Soweit es möglich war, wurde auf das Schicksal der Gefallenen und Vermissten eingegangen, wann und wo und unter wel-chen Umständen sie gefallen sind.
Schwaikheim, April 2019 Gerhard Bickel

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